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ADAC GT Masters 2023 – Red Bull Ring – Rennen 2

von | 25. September 2023

Zweites Rennen des Wochenendes am Red Bull Ring. Nachdem es gestern noch eine späte Änderung im Klassement gegeben hat, hoffen wir heute wieder auf ein “sauberes” Rennen.

Resultate Qualifying 2

Nach zwei Formation laps geht das Feld auf die Reise. Es regnet und die meisten Autos fahren auf regenreifen. Nach der ersten Runde kommt Bruno Spengler, der nachträgliche Sieger von gestern, rein und wechselt auf Slicks. Vor der Startaufstellung gab es bereits gehörige Aufregung bei HRT. Beim Auto #2 von Aron/Valente brach auf der Fahrt in die Grid etwas an der rechten Vorderradaufhängung! Das bedeutete eine ausgedehnte und hektische Reparaturaktion vor dem Start. Das Feld sortiert sich. Engelhart, der Pole sitter im Joos Porsche, führt vor Mapelli im GRT Lamborghini, der gestern als erster über die Ziellinie fuhr, aber anschließend disqualifiziert wurde, weil keine 2 kg Sprit mehr aus dem Tank zu holen waren. Dritter ist der zweite Joos Porsche mit Sven Müller am Steuer.

ADAC GT Masters

ADAC GT Masters Red Bull Ring 2023 – Foto: Gruppe C Photography

Allerdings muss er sich bald Philip Ellis geschlagen geben, der heute mit dem zweiten HRT Mercedes offenbar besser klar kommt, als gestern. Die Witterungsverhältnisse sorgen für Positionswechsel am Fließband. Das ist Racing. Es regnet immer stärker. Positionswechsel über Positionswechsel. Spengler hat offenbar leider zu hoch gepokert. er kommt erneut rein und wechselt zurück auf Regenreifen. Philip Ellis läuft zur Hochform auf und fährt auf P2, hinter Christian Engelhart, der die Führung unbedrängt hält. Nach 10 Runden und knapp 20 Minuten Renndauer haben wir die Reihenfolge #19, #3 und #91. Dahinter wird heftig gefightet. Mapelli ist mittlerweile den beiden Mercedes von Aron und Seppänen zum Opfer gefallen und ist auf P6 durchgereicht worden.

Die BMW bilden die Nachhut auf P9, Ben Green, und P10, Bruno Spengler. regen am Red Bull Ring scheint nicht ihr Ding zu sein. Dann Drama um P4. Seppänen setzt sich neben Aron und wird von diesem in der nächsten links ziemlich brutal in den Kies geschickt. Seppänen verliert seinen Platz dadurch auch gegen Mapelli und Southern (LIQUI MOLY Audi #7). Southern wieder zu überholen, ist kein Problem, aber Mapelli ist eine andere Nummer … Aber schließlich geht Seppänen wieder auf P5. Dann öffnet das Pit stop window und die beiden BMW kommen als erste rein. Dann folgt auch Mapelli, der sichtbar Probleme im Nassen hat. Beim Boxenstopp wird offenbar im Auto repariert. Ein Mechaniker “verschwindet” auf der Beifahrerseite im Cockpit. Nico Menzel kommt rein und übergibt an Jannes Fittje. Nachdem nun alle Pflichtstopps abgewickelt sind und das Pit stop window geschlossen ist haben wir die Reihenfolge #19 (Joos), #3 (Umbrarescu), #91 (Gehrsitz), #2 (Valente), #48 (Owega), #25 (Fittje), #63 (Hites), #20 (Coseteng) und #10 (Oosten). Noch 22 Minuten stehen auf der Rennuhr.

HRT Haupt Racing Team

ADAC GT Masters, 9. + 10. Rennen Red Bull Ring 2023 – Foto: Gruppe C Photography

Umbrarescu liefert eine überzeugende Vorstellung. Finn Gehrsitz findet erst mit knapp 7 Minuten Restfahrzeit einen Weg am Rumänen vorbei, daher haben Owega und Valente längst aufgeschlossen. Gehrsitz quetscht sich in der Zielkurve innen daneben, Umbrarescu wird dabei weit neben die Bahn gedrückt. Somit wittern auch gleich die Markenkollegen eine Gelegenheit und es geht im three wide die Zielgerade entlang- und tatsächlich kommen auch alle drei bei den schwierigen Mischbedingungen am anderen Ende von Turn 1 wieder heraus. Alain Valente hat die günstigere Innenbahn auf dem Weg zu Turn 3 und Owega kann sich clever positionieren und kommt so auch an Umbrarescu vorbei.

Die Uhr ist abgelaufen und es geht in die letzte Runde. Vorneweg das Joos-Duo, dahinter Valente und Owega. Der Landgraf-Pilot verschätzt sich bei Anbremsen von Turn 1 – oder einem versuchten Überholmanöver – völlig und schickt Valente in einen Dreher. Im Nachgang gibt es hierfür drei Penalty Laps, die in eine 15-Sekunden-Strafe umgewandelt werden. Somit siegen Joos/Engelhart vor den Teamkollegen Gehrsitz/Müller und dem HRT Mercedes AMG von Ellis/Umbrarescu. Der Meisterschaftsführende Landgraf Mercedes AMG mit Seppänen/Owega rutscht durch die Strafe auf Rang 6 ab.

ADAC GT Masters

ADAC GT Masters, 9. + 10. Rennen Red Bull Ring 2023 – Foto: Gruppe C Photography

Die schnellste Runde geht an Maxime Oosten im FK Performance BMW mit einer 1:32.713 min. Ein schwacher Trost, nachdem man bei der Reifenwahl verwachst hatte.

Über den Autor

Dr. Werner Koch

Dr. Werner Koch

Seit der Kindheit motorsportbegeistert und in der Nähe des Nürburgrings geboren und aufgewachsen. Studium der Fahrzeugtechnik (Dipl.-Ing.) und Medizin (Dr. med. - FA für Allgemeinmedizin). Früher war er als Freier Journalist, Redakteur bei motorsport-guide und GT-EINS. Seit Anfang 2023 betreibt er mit Journalisten-Kollege und Fotograf, Thomas Roth, die gemeinsame eigene Webseite doublestintmedia.com.

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