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DTM 2023 – Sachsenring – Rennen 1

von | 9. September 2023

Die DTM-Saison 2023 geht in ihre sechste Runde. Nach 2002, verdammt lange ist es her, ist der Sachsenring wieder einmal Austragungsort eines DTM Rennwochenendes. Das Wetter spielt ebenfalls mit. Beim Qualifying am Morgen betrug die Temperatur bereits knapp 20 °C. Die Atmosphäre hier ist jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes. Die Zuschauer sind rennbegeistert bis in die Haarspitzen. Das ist toll!

Resultate: Qualifying 1

Da Kelvin van der Linde im ABT Sportsline Audi #3 am Lausitzring zum dritten Mal in dieser Saison ermahnt wurde, erhält er für das heutige Rennen eine 5-Plätze Grid penalty. Er startet von P8. Auch sein Teamkollege Ricardo Feller im ABT R8 #7, der sich im gerade abgelaufenen Qualifying seine dritte Ermahnung der Saison eingehandelt hat muss von P7 auf P12 zurück. Weitere Strafen vom Lausitzring betreffen Franck Perera #94 und Laurin Heinrich #75, die von P13 respektive P15 ins Rennen gehen.

DTM Sachsenring 2023 Start

Thomas Roth

Samstagmittag, 13:30 Uhr. Die Temperatur ist mittlerweile auf über 28 °C geklettert. Der Start geht gut, gerade hier immer ein kritischer Moment. Schon in der ersten Runde gibt es Big time im Feld. Jack Aitken geht an Mirko Bortolotti vorbei auf P4, von P6. Verlierer der ersten Runde ist Maro Engel, der mit Ricardo Feller hakelt. #48 muss in den Kies, Feller steht under investigation. #48, #7 und #9 stehen überdies unter Beobachtung wegen False start. Vermeulen, nach einem fantastischen Qualifying, steht under investigation, weil er einen Konkurrenten von der Strecke gedrängt haben soll. Für alle drei Fahrer (false start) ergeht das Urteil: no further action. Genau wie für Thierry Vermeulen, der zweifelsohne eine steile Leistungskurve zeigt in seiner Premieresaison in der DTM. Der Vorfall zwischen Feller und Engel wird an die Stewards weitergereicht.

Nach Runde sieben kommt das Safety car wegen Teilen die auf der Strecke verteilt sind. Luca Stolz verliert so seinen Vorsprung, den er sich souverän eingefahren hatte. Schade! Aber der Restart geht gut für ihn und er kann sich sofort wieder vom Rest des Feldes absetzen. Unterdessen zeigt Vermeulen weiter, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Er wehrt mehrere massive Attacken von Champion Sheldon van der Linde gekonnt ab. Dahinter drängt Feller im ABT Audi. Dann ist es soweit, sowohl SVDL als auch Feller gehen an Vermeulen vorbei. Das ist geiles Racing! Allerdings ist SVDL not amused. Er hält den Einsatz von Vermeulen für übertrieben. Der Vorfall zwischen #69 und #1 steht under investigation. Dann kommt Jack Aitken, Vermeulen Teamkollege bei Emil Frey Racing, an die Box und gibt auf. Grund ist ein Leck im Kühler nach einem Kontakt.

Emil Frey Racing Ferrari 296 GT3 - Thierry Vermeulen

Thomas Roth

 

Thierry Vermeulen erhält eine schwarz-weiße Flagge weil er SVDL in T14 von der Strecke gedrängt hat. In Runde 15 öffnet das Pit window. Stolz #4, Preining #91, Feller #7, Vermeulen #69, Owega #84, Auer #22 und Engstler #8, kommen zuerst. Vermeulen und Clemens Schmid erhalten eine Penalty lap wegen incorrect Pit stop approach bzw. Pit speeding. Dann erhält auch Mirko Bortolotti eine Penalty lap, weil seine Hinterräder drehten, während er noch auf den Air jacks aufgebockt war. Er fällt dadurch auf P12 zurück. Clemens Schmid stattet unterdessen dem Kiesbett einen Besuch ab. Tim Heinemann muss wegen Pit speeding ebenfalls durch den Penalty lap Korridor. Das bedeutet zirka 5 Sekunden Zeitverlust.

Acht Minuten bevor das Pit window schließt, ist Marco Wittmann der einzige, der noch nicht an der Box war. Nach Runde 24 kommt auch er endlich rein. Mattia Drudi #40 und Maro Engel #48 haben ihre Fahrzeuge an der Box geparkt. Kein guter Samstagnachmittag für die beiden. Das bereinigte Klassement zeigt Luca Stolz im HRT Mercedes-AMG #4 in Führung, mit 2,2 Sekunden Vorsprung auf Thomas Preining im Manthey EMA Porsche #91 und Ayhancan Güven im Team75 Porsche #24, 1,5 Sekunden hinter seinem Markenkollegen. Clemens Schmid im Grasser Lamborghini Huracán #63 gibt nach Runde 27 mit einem Problem an der Servolenkung auf.

Lucas Auer verliert den Winward Mercedes-AMG #22 im Kies und kommt zur Box, um aufzugeben. Wir schreiben Runde 35. Sein Teamkollege, David Schumacher #27 steht under investigation wegen moving under braking. Das Ergebnis wird nach dem Rennen bekannt gegeben. Die Positionen scheinen fix zu sein, da treibt es Sheldon van der Linde mega weit aus T11, bei Dennis Olsen im Manthey 911 GT3 R #90 kann kein Kapital daraus schlagen. Auch Laurin Heinrich verliert den Porsche #75 leicht und Franck Perera schlüpft durch und geht auf P11. Weiter vorne hat sich Kelvin van der Linde im ABT Audi #3 bis auf 4 Zehntel an seinen Teamkollegen Ricardo Feller #7 herangerobbt. Noch drei Minuten auf der Uhr. Wird ABT die Order ausgeben, Feller nicht anzugreifen? Fellers Hinterreifen scheinen komplett am Ende zu sein. “We need to bring it to the line”, sagt er am Funk.

In Runde 44 ist die Zeit abgelaufen. Luca Stolz ist in total control an der Spitze und gewinnt vor Preining und Güven, der damit der erste türkische Fahrer auf einem DTM Podium ist. Dahinter Feller und Kelvin van der Linde. Dann sein Bruder Sheldon, der amtierende Champion im Schubert BMW #1. Bortolotti wird Neunter, Damage limitation. Güven dreht auch mit einer 1:19.284 min. in Runde 20 die schnellste Runde des Rennens.

Luca Stolz - Haupt Racing Team

 

 

Über den Autor

Dr. Werner Koch

Dr. Werner Koch

Seit der Kindheit motorsportbegeistert und in der Nähe des Nürburgrings geboren und aufgewachsen. Studium der Fahrzeugtechnik (Dipl.-Ing.) und Medizin (Dr. med. - FA für Allgemeinmedizin). Früher war er als Freier Journalist, Redakteur bei motorsport-guide und GT-EINS. Seit Anfang 2023 betreibt er mit Journalisten-Kollege und Fotograf, Thomas Roth, die gemeinsame eigene Webseite doublestintmedia.com.

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