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DTM Test 2025 Oschersleben

von | 3. April 2025

Der offizielle Vorsaisontest der DTM fand dieses Jahr wieder in Oschersleben statt. Insgesamt 24 Fahrzeuge rollten am Mittwochmorgen aus den Garagen der Motorsport Arena, darunter einige bekannte Fahrer- und Teamkombinationen, aber über den Winter war auch viel Bewegung im sprichwörtlichen Fahrerkarussell. Mit Aston Martin und Comtoyou Racing wächst das Feld auf insgesamt neun Hersteller, denn auch das Haupt Racing Team bringt statt dem Mercedes AMG GT3 im Jahr 2025 mit dem Ford Mustang GT3 das „Blue Oval“ als weiteren neuen Hersteller an den Start. Die Marke aus Dearborn, Michigan war letztmals 1994 mit Gerd und Jürgen Ruch sowie Jürgen Feucht am Start. An dessen Design ist auch die #64 von Fabio Scherer angelehnt. Scherer fuhr schon 2020 im Audi RS 5 Class 1 in der DTM und gewann 2023 die LMP2 Klasse bei den 24h von Le Mans – nach einem Unfall beim Fahrerwechsel am Samstagabend mit gebrochenem Fuß. Den zweiten Mustang steuert Arjun Maini im Ravenol-Design.

Bleiben wir noch kurz bei den Eidgenossen: Emil Frey Racing bringt einen dritten Ferrari 296 GT3 an den Start, den Ben Green steuern wird. Turbulente Wochen erlebte Ricardo Feller. Nachdem er zusammen mit Bastian Buus für Allied Racing im Porsche 911 hätte sitzen sollen, kam vor kurzem das Aus für Allied Racing. Feller wird nun dank Freigabe von Porsche den letzten verbliebenen Audi R8 LMS GT3 EVO II pilotieren, als Einsatzteam fungiert Land Motorsport. Zehnzylindersound gibt es auch aus Sant’Agata Bolognese. RedBull Team ABT wechselt konzernintern zur Marke mit dem Stier und hat mit Mirko Bortolotti den amtierenden Meister in seinen Reihen – Nicki Thiim pilotiert das Schwesterfahrzeug. Drei weitere Huracán bringen Paul Motorsport für Maximilian Paul und GRT Grasser Racing Team für Jordan Lee Pepper und Luca Engstler an den Start.

Bei Manthey EMA bleibt fast alles beim alten. Morris Schuring kommt als dritter Pilot zum bekannten Aufgebot von Ayhancan Güven und Thomas Preining dazu.

Bei BMW und Schubert Motorsport hingegen fällt durch Sheldon van der Lindes IMSA GTP Job ein Fahrzeug weg. René Rast und Marco Wittmann rollen in den bekannten Farben an den Start.

Die Marke mit dem Stern bringt mit Lucas Auer und Maro Engel altbewährtes sowie mit Jules Gounon und Tom Kalender zwei „neue“ Gesichter. Auch wenn man zugegebenermaßen Gounon schon von einem DTM-Gaststart und vielen anderen GT3-Rennen kennt und der 17-jährige Tom Kalender sich als ADAC GT Masters Champion bereits einen Namen machen konnte.

Dörr Motorsport setzt weiterhin zwei McLaren 720S GT3 Evo ein. Neben Ben Dörr greift dieses Jahr mit Timo Glock ein weiterer Rückkehrer ins Lenkrad. Der Odenwälder fuhr bekanntlich von 2013-2022 bereits in der DTM (fünf Siege) und hat außerdem fünf Podien in der Formel 1 sowie die GP2-Meisterschaft 2007 in seiner Vita stehen.

Alle Fahrzeuge rollen dieses Jahr auf einem neuen Rennreifen von Pirelli an den Start. Der P Zero DHG ist FSC zertifiziert und beinhaltet einen Anteil Naturkautschuk. Pirelli verspricht sich neben der Nachhaltigkeitskomponente auch ein größeres Arbeitsfenster und eine schnelle Aufwärmphase des Reifens. Besonders am Sonntag sollte diese auch besonders wichtig werden, denn das neue Rennformat sieht sonntags nun zwei Pflichtboxenstopps vor. Die Renndistanz beträgt nun 55 Minuten plus eine Runde. Im Falle einer Safety Car Phase können bis zu zwei weitere Runden zusätzlich angeordnet werden.

Weitere Eindrücke aus der Magdeburger Börde

Am Mittwoch stand den Teams knapp acht Stunden Testzeit zur Verfügung. Am Ende standen die beiden arrivierten Manthey-Piloten Preining und Güven ganz vorne, gefolgt von GRT-Duo Pepper und Engstler. Die Top 5 komplettierte Jules Gounon im Mercedes-AMG GT3 von Mercedes-AMG Team MANN FILTER. Der Champion Mirko Bortolotti landete auf Rang 7. Beim Haupt Racing Team lag der Fokus beim Sammeln von Erfahrungen statt optimaler Rundenzeit wie Arjun Maini verriet, so dass man hier dem Zeitentableau keine all zu große Aufmerksamkeit schenken sollte.

Mehr Arbeit als gewünscht nimmt Emil Frey Racing mit nach Hause. Ben Green verunfallte in Turn 1 und beschädigte den Ferrari nachhaltig.

Resultate: Test Session 1 + 2 combined

Über den Autor

  • Seit frühester Kindheit mit dem Motorsportvirus infiziert und seit 1998 mit Spiegelreflexkamera an den Rennstrecken unterwegs. Von 2006-2009 und 2018-2022 als Fotograf und Editor für GT-Eins.de im Einsatz und nun mit doublestintmedia.com auf eigenen Beinen.

    Redakteur & Fotograf

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