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DTM 2026 – Saisonstart Red Bull Ring Rennen 1

von | 25. April 2026

Endlich ist es wieder soweit. Die DTM Saison 2026 steht vor dem Start. Wir sind diesmal in Spielberg in der Steiermark. Das Event am Red Bull Ring ist immer eines der Highlights, wenn nicht das Highlight der Saison was die Infrastruktur der Location angeht. Alles ist gut organisiert, die Anlage strahlt sauber und voll funktionsfähig, als wenn sie erst gestern eröffnet worden wäre. Das ist leider nicht an allen Austragungsorten der DTM der Fall. Kompliment an den Rennstreckenbetreiber!

Das Wetter spielt auch mit, was im April hier keineswegs selbstverständlich ist. Alle sind gespannt auf die neue Saison. Es hat teilweise ein komplettes Re-shuffle unter den Teams gegeben. Es gibt einige interessante Team-Fahrerpaarungen.

Teilnehmerliste DTM 2026: Teilnehmerliste DTM 2026

Das erste Qualifying der Saison findet um 9:40 Uhr bei besten Bedingungen statt. Am Ende deutet sich eine momentane leichte Überlegenheit der Mercedes-AMG Piloten an. Wie bereits in den freien Trainings gestern, liegen alle vier Autos in den Top 10. Auf Pole Maro Engel im #80 Winward AMG in RAVENOL Farben mit einer 1:27.403 min., vor Ben Dörr im McLaren #25 (1:27.418 min.) – eine tolle Überraschung!. In Reihe Zwei Thomas Preining, der hier ein Heimspiel hat, im Manthey Porsche #91, mit einer 1:27.451 min. und Lucas Auer, ebenfalls auf Home Turf unterwegs, im Adidas gebrandeten Landgraf Mercedes #22 (1:27.606 min.).
Gute Resultate auch von Bastian Buus im Land Motorsport Porsche #29 (P5), Ricardo Feller im zweiten Manthey Porsche #90 (P7), Matteo Cairoli im Frey Ferrari #14 (P8), Timo Glock im zweiten Dörr McLaren #16 (P9) und schließlich Tom Kalender im vierten Mercedes-AMG #84 auf P10.
Etwas enttäuschend für die betroffenen Fahrer, aber vielleicht nicht wirklich überraschend, die Positionen der neuen Lamborghini Temerario GT3. Mirko Bortolotti #63 auf P17, Luca Engstler #130 auf P19, Marco Mapelli #10 auf P20 und Maximilian Paul #19 auf dem letzten Startplatz (P21).

Resultat: Qualifying 1
Starting Grid Race 1

Der Start ist für 13:30 Uhr vorgesehen. Und er erfolgt absolut pünktlich. Alles geht gut. Engel gewinnt den Start, Preining übernimmt P2, Auer Dritter und Gounon auf P4. Dörr nur noch Fünfter. Dann kommt es am Ausgang von T1 zu einer Berührung zwischen Dörr und Buus im Land Porsche. Dörr fliegt ab und schlägt rückwärts relativ hart in die Leitplanken auf der rechten Seite. Die hintere linke Aufhängung ist beschädigt und auch die Leitschiene hat etwas abbekommen.

Das Safety car kommt raus. Der Vorfall steht unter Beobachtung. Feller hatte einen Frühstart und muss durch die Penalty lap. Dann geht der Unfall weiter an die Stewards. Das SC kommt wieder rein – Restart.
Auer greift Preining an. Aber noch klappt es nicht, P2 zu übernehmen.
Nach dem Rennen wird der Vorfall zwischen Buus und Dörr entschieden. Die neue Renndistanz lautet nach der SC-Phase 55 Minuten plus 3 Runden.
Dann gibt es die erste B/W flag für Luggi Auer wegen Track limits. Die Reihenfolge nach Runde 9 lautet: #80, #91, #22, #48, #29, #16, #84, #3, #11 und #14 auf P10.

Das Pit stop window öffnet in Runde 13. Glock kommt als erster rein, dann Wiebelhaus, Feller und Engstler. In der Box zieht Feller an Wiebelhaus vorbei. Dann kommt Jules Gounon. Dann Wittmann, Cairoli und Baert.
Jetzt kommt Buus im Land 911er, dahinter Maini, Vermeulen und Bortolotti. Und so, wie eben Wiebelhaus Feller den Vortritt lassen muss, muss sich auch Vermeulen hinter Maini halten, Trotzdem erhält der Niederländer eine Penalty lap wegen parallel driving in pit lane und Bortolotti erhält ebenfalls eine Penalty lap wegen Pit speeding.
Jetzt kommt Maro Engel an die Box. Das linke Hinterrad klemmt und so verliert Maro Engel die Führung an Thomas Preining im Manthey Porsche. Und mit frischen Reifen muss Engel auch noch Gounon vorbei lassen. Dann kommt Lucas Auer. Der Halt funktioniert solala. Als letzter kommt der nun führende Nicki Thiim.

Preining führt vor Gounon. Engel greift Auer auf P3 an. Nicolas Baert stellt den Aston Martin #8 auf Zufahrt zu T3 ab. Erneut kommt das SC. Das ist Pech für Preining, der jetzt die komplette Mercedes-Meute, mit Ausnahme von Tom Kalender, wieder im Heck hat. Das SC kommt Runde 25 wieder rein – Restart.
Noch vierzehneinhalb Minuten plus 3 Runden. Timo Glock, der bisher ein phantastisches Rennen fährt, erhält eine Penalty lap, wegen Spinning wheels on air jacks. Neun Minuten vor Schluss liegt Preining noch 0,8 Sekunden vor Gounon. Weiter hinten kämpft Kalender sich zunächst an Wittmann vorbei und greift sich dann auch noch Kelvin van der Linde. Durch die Strafe fällt Glock auf P10 zurück.
Sechs Minuten noch, die ersten Vier werden durch 0,6/0,7 und 0,5 Sekunden getrennt. Dann plötzlich ist der hintere rechte Reifen bei Gounon hinüber, er fällt langsam zurück. Das ist Pech!

Die Zeit ist abgelaufen. Noch 3 Runden. Auer hängt im Heck von Preining. Noch ist hier nichts entschieden. Dann wird van der Linde langsam vor T3 und löst Gelb aus. Das Auto rollt sogar zurück. Das SC kommt erneut – zur Final lap. Der Drops ist gelutscht!
Preining gewinnt vor Auer und Engel. Buus wird Vierter vor Kalender. Die schnellste Runde geht an Bastian Buus im Land Motorsport Porsche #29 mit einer 1:28.739 min. in Runde 20.

Resultate: Results Race 1

Um 17:52 Uhr gibt es ein neues Klassement. Die Aktion zwischen Bastian Buus und Ben Dörr wird von den Sportkommissaren (Decision 9) mit einer Penalty lap für Buus bestraft. Da die Strafe unter dem SC nicht mehr verbüßt werden konnte, gibt es ersatzweise eine 5 Sekunden Zeitstrafe. Das ist tragisch, da es die Rückversetzung von P4 auf P14 bedeutet. Die Entscheidung ist in gewisser Weise zweifelhaft. Dörr war in T1 weit gegangen und anschließend Buus direkt in die Fahrspur gefahren. Aber so ist das mit Entscheidungen im Sport manchmal …
Weiter geht es morgen früh um 9:30 Uhr mit Qualifying 2.

Über den Autor

  • Seit der Kindheit motorsportbegeistert und in der Nähe des Nürburgrings geboren und aufgewachsen. Studium der Fahrzeugtechnik (Dipl.-Ing.) und Medizin (Dr. med. - FA für Allgemeinmedizin). Früher war er als Freier Journalist, Redakteur bei motorsport-guide und GT-EINS. Seit Anfang 2023 betreibt er mit Journalisten-Kollege und Fotograf, Thomas Roth, die gemeinsame eigene Webseite doublestintmedia.com.

    Chefredakteur

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